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Die traditionelle chinesische Medizin basiert auf jahrtausendealten
Erfahrungen und erweist sich als äußerst wirksam in
der Schmerztherapie, Suchtbehandlung, bei funktionellen
Störungen von Gelenken und Gelenksystemen, Allergiebehandlung,
allgemeinem Aufbau eines labilen Immunsystems
oder bei Hauterkrankungen.
Was ist Chinesische
Medizin?
Die Traditionelle Chinesische Medizin
blickt auf eine mehr als dreitausendjährige Geschichte
zurück. Zu dieser Zeit verschmolzen im Riesenraum China
verschiedenste Strömungen und Traditionen zu einem
System ganzheitlicher Medizin.
Die TCM reduziert die krankmachenden
Faktoren auf einige wenige innere und äussere Faktoren,
z.B. Wind, Hitze, Kälte
etc.
Von besonderer Bedeutung sind die inneren
Faktoren - Trauer, Freude, Wut, Grübeln, Angst -, weil
damit der Bogen zur Psychotherapie geschlagen wird.
Es ist immer wieder darauf hinzuweisen,
dass die TCM ein ganzheitliches
System ist. Deshalb ist der Einbezug
psychischer Faktoren eine Selbstverständlichkeit.
Besonderes Augenmerk richtet der traditionelle Arzt auf
die Zunge und den Puls.
Die Zunge wird nach Erscheinungsbild und Farbe des Zungenkörpers
und Beschaffeneheit des Belags beurteilt. Dies allein gibt
schon einen recht klaren Hinweis auf die Krankheit verursachenden
Faktoren.
Beim Puls werden 28 Qualitäten unterschieden, was aber
eine lange Übung und eine geschulte Hand erfordert.
Es ist aber auch hier darauf hinzuweisen, dass die Resultate
durchaus objektivierbar sind. Am Ende der Diagnose wird
der Behandler den energetischen Zustand der Organe einschätzen.
Die Therapiemethoden
Die bedeutendste Therapieform ist die
Pharmakologie.
Rund 3000 Substanzen sind in der Chinesischen
Arzneimittellehre vereinigt und bilden einen hochwirksamen
Schatz. Viele der Heilsubstanzen
finden sich mit tendenziell ähnlicher
Verwendung auch im Westen wieder.
Als Beispiele etwa die Rhabarberwurzel, Ginseng, Engelwurz, Zimt
oder Wegerich. Manche Heilpflanzen sind aber allein in China
heimisch, werden jedoch seit vielen Jahren auch in Europa
erfolgreich angewendet.
Die wohl bekannteste Therapieform ist
die Akupunktur,
die im Westen zwar schon seit dem 17. Jahrhundert bekannt
ist, aber eigentlich erst in den letzten 20 Jahren in einer
Art vermittelt und angewendet wird, die dem chinesischen
Standard entspricht.
Es werden dabei Nadeln in die Punkte
der Leitbahnen eingeführt um eine Regulation des Qi-Flusses
zu bewirken. Da es sich bei der Akupunktur
um eine einfache, kostengünstige und dabei hochwirksame
Methode handelt, empfiehlt sie die Weltgesundheitsorganisation
für etwa 40 Indikationen als bevorzugte Therapieform.
Nicht zu trennen von der Akupunktur
ist die Moxibustion,
eine Erwärmung der Punkte durch Verbrennen von Artemisia
(Beifuss), und die Massage der Leitbahnen und Punkte.
Die im Westen sogenannte Akupressur
ist nur ein Teil der chinesischen Massage Tuina. Diese wird
speziell bei orthopädischen Problemen eingesetzt.
Weitere, wesentliche Bestandteile der
TCM sind die Diätetik
und die Bewegungsmeditation Tai
Chi.
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